DA, WO AUCH DIE NIEDERLAGE SIEG BEDEUTET

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Faszination der fernöstlichen Kultur erleben wir vor allem in der asiatischen Kampfkunst - ganz gleich, ob es sich um Qigong, Judo, Aikido, Kung Fu, Tai Chi, Taekwondo oder eine der anderen zahlreichen asiatischen Kampfsportarten handelt.

Von kaum einer Kultur unterscheiden wir uns so sehr wie von der asiatischen.
Das gilt für fast alle Lebensbereiche, sei es Religion, Küche oder Unterhaltung. Und wahrscheinlich ist es auch genau das, was uns Mitteleuropäern an der fernöstlichen Kultur so fasziniert.


Einen besonderen Platz nimmt dabei die asiatische Kampfkunst ein - ganz gleich, ob es sich um Qigong, Judo, Aikido, Kung Fu, Tai Chi, Taekwondo oder eine der anderen zahlreichen asiatischen Kampfsportarten handelt. Denn im Gegensatz zur europäischen Kultur ist das „Kämpfen“ - oder besser: das „Verteidigen“ - fest in der asiatischen Kultur verankert.

Bei uns in Europa kann man das eigentlich nur über den Boxsport behaupten. Aber auch beim Boxen unterscheiden sich sowohl die Kampftechniken als auch das eigentliche Ziel des Kampfes wesentlich von der asiatischen Kampfkunst. Bei der asiatischen Kampfkunst geht es nämlich nicht ausschließlich darum, einen Sieg davonzutragen. Vor allem ist hier der Weg das Ziel, also der Einklang von Geist und Seele.

Die asiatischen Kampfsportarten erfordern nicht etwa Kraft oder Größe. Auf Geschicklichkeit kommt es an, auf gute Auffassungsgabe, auf Konzentrationsfähigkeit, auf flinke Reflexe, auf ein gesundes Maß an Selbstvertrauen und ein umfassendes Wissen über die Kampfkunst. So werden beispielsweise die Kräfte eines Angreifers im asiatischen Kampfsport genutzt und nach Möglichkeit gegen ihn verwendet.

Darüber hinaus kommt bei der asiatischen Kampfkunst auch ein großer Respekt vor dem Gegner hinzu. Beispielsweise würde ein Taekwondo-Kämpfer vor einem Wettkampf seinen Gegner niemals verunglimpfen. Beim Boxsport hingegen gehört dies zum guten Ton.

Mit der asiatischen Kampfsport können wir Europäer einen Einblick in eine für uns ferne Welt erhalten und so nicht nur viel über fremde Kulturen, sondern auch vor allem über uns selbst lernen. Des Weiteren geben wir unserem Körper etwas Gutes. Wir lernen ihn umfassend, d.h. ganzheitlich, kennen, bringen ihm Respekt entgegen - und ganz nebenbei halten wir ihn auch noch fit.

Auf und im Umfeld der Lister Meile gibt es zahlreiche Kampfsport- und –Kampfkunstschulen mit vielfältigem Angebot. Schauen Sie doch einmal vorbei, z. B. in der Mudo-Schule, Drostestraße 14. Sven Angersbach erklärt Ihnen gerne die unterschiedlichen Kampfkunstformen.

Jobst Mahrenholz
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